Mitteilung zum Konzert am 07.April 2013

Klavierabend mit Fabian Müller

Klavierabend mit Fabian Müller. Jütting-Stipendiat spielt Werke von Ravel und Beethoven

Bild: Fabian Müller. Der Jütting-Stipendiat spielt Werke von Ravel und Beethoven

Jütting-Stipendiat spielt Werke von Ravel und Beethoven
Stendal.
Im letzten Jahr erhielt der Pianist Fabian Müller ein Stipendium der Jütting-Stiftung in Höhe von 5.000 €. Mit einem Konzertabend bedankt er sich nun am Sonntag, den 7. April, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche.

„Die ‘Miroirs’ sind impressionistische Klangbilder, in denen Ravel das komplette technische, harmonische und klangliche Spektrum des Instruments nutzt, um in allen Stücken äußerst vielfältige und raffinierte Farbnuancen hervorzubringen. Dem gegenüber stehen die Bagatellen op. 33 von Beethoven Charakterstücke voller Charme und Humor” erläutert der Kölner Nachwuchs-Musiker sein Programm.

Maurice Ravel komponierte 1905 den Zyklus „Miroirs” (Spiegel). Er gehört zu den Schlüsselwerken des französischen Impressionismus und besteht aus fünf Stücken mit eigenen überschriften. Die „Noctuelles” (Nachtfalter) wechseln immer wieder zwischen b-Moll und der parallelen Durtonart Ges-Dur – wie ein Nachtfalter, der eine Lichtquelle umkreist und immer wieder zwischen Licht und Schatten fliegt. „Oiseaux tristes” (Traurige Vögel) ist ein überaus dunkles Werk, jedoch werden die melancholischen Töne durch helle, perlend zu spielende Melodien durchgehend verziert. Im dritten Stück „Une barque sur l´océan” (Ein Schiff auf dem Ozean) schreibt Ravel den Einsatz des Pedals vor. Damit erreicht er, dass die Melodie nachhallt und einen volleren Klang entwickelt. In der „Alborada del gracioso” (Morgenmusik eines Narren) wechseln sich beißend dissonante, kurz zu spielende und perlende Motive ab. Schließlich ist in „La vallée des cloches” (Tal der Glocken) ein Geläut zu hören, das durch tiefe und laute Oktaven sowie hohe, leise, leichte Klänge dargestellt wird.

Nach der Pause folgenden die Bagatellen, op. 33, von Ludwig van Beethoven. Die sieben Stücke hat der Komponist in den Jahren 1801/1802 aus Fragmenten früherer Sonaten zusammengesetzt. Das „Andante grazioso” ist eingangs zart und lyrisch, wird dann aber mitunter wild und ungestüm. Es schließt sich ein ausdrucksstarkes, fast rohes Scherzo an, das aber sogleich in tiefsinnige Mollregionen abschweift. Wie ein sanftes Schlaflied wirkt die dritte Bagatelle, wohingegen die vierte den süßen Schlaf zu beschreiben scheint. Das Aufwachen illustriert das „Allegro, ma non troppo” der fünften Bagatelle. Die rollenden Akkorde könnten das öffnen der Jalousie oder des Vorhangs darstellen. Es folgt ein gutmütiges, liebevolles Andante mit lyrischer Grundstimmung. Im abschließenden Presto entfalten sich kurz pochende Akkorde, um dann einer schönen und beständigeren Melodie Platz zu machen.

Mit „L'escalier du diable” (Teufelstreppe) von György Ligeti beschließt Fabian Müller den Abend. Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €/Schüler und Studierende: 0,50 €) sind an der Abendkasse erhältlich.



 
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