Klavierabend mit Beethoven und Liszt am 26. Mai 2013

Florian Glemser gibt letztes Jütting-Konzert vor der Sommerpause


Stendal.
Florian Glemser gibt das letzte Jütting-Konzert vor der Sommerpause am 26. Mai 2013.

Bild: Florian Glemser gibt am 26. Mai 2013 das letzte Jütting-Konzert vor der Sommerpause.

Der Pianist Florian Glemser gibt am 26. Mai um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche das letzte Konzert der Kammermusik-Reihe der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause. Der Nachwuchsmusiker aus Essen, der im letzten November ein Stipendium über 8.000 € erhielt, führt unter anderem Werke von Beethoven und Liszt auf. Glemser, geboren 1990, spielt seit seinem dritten Lebensjahr Klavier. Mit 10 Jahren gewann er den ersten Preis des Wettbewerbs „Jugend musiziert”. Er trat bereits als Solist mit mehreren Orchestern im In- und Ausland auf, legt aber auch ein besonderes Augenmerk auf die Kammermusik. In jüngeren Jahren spielte Glemser als Jazzpianist in verschiedenen Big Bands. Mit dem Beginn seines Studiums im Jahr 2012 konzentriert er sich jedoch auf die Klassik.

Im ersten Teil des Abends ist Beethoven zu hören. Zunächst erklingen die Bagatellen, op. 136. Dabei handelt es sich um sechs kurze Charakterstücke, die der Komponist seinem Bruder Johann widmete, und zugleich um sein letztes Klavierstück. Sodann folgt die Sonate Nr. 28, op. 101, in A-Dur. Das im Jahr 1817 veröffentlichte Stück bricht – wie alle späten Sonaten Beethovens – mit den für diese Gattung üblichen formalen Konventionen. „Die Sonate opus 101 und die Bagatellen opus 126 liegen mir sehr am Herzen, weil sie einen lyrischeren und milderen Beethoven zeigen”, erläutert Glemser sein Programm.

Nach der Pause sind zunächst Drei Szenen des zeitgenössischen schwedischen Komponisten Henrik Ajax und anschließend die Klaviersonate in h-moll von Franz Liszt zu hören, eines der anspruchsvollsten Klavierwerke der Romantik. Mit der Sonate, die einen Höhepunkt im Œuvre des Komponisten darstellt, zeigte sich Liszt bei Schumann erkenntlich, der ihm zuvor seine C-Dur-Fantasie gewidmet hatte. Die Sätze des Werkes gehen ohne Pause ineinander über, lassen aber gleichwohl den klassischen Sonatenaufbau erkennen. Charakteristisch ist die Reduktion auf wenige Kernmotive. „Die Sonate in h-moll von Liszt mit der ihr zugrundeliegenden Faustthematik ist das zentrale Werk der Romantik”, sagt Glemser. „Die Kombination mit drei modernen Stücken von Henrik Ajax zeigt ihren progressiven Charakter noch deutlicher.”

Karten zu 5,00 € (ermäßigt: 2,50 €/Schüler und Studierende: 0,50 €) sind an der Abendkasse erhältlich.



 
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