Mit Kunst- und Opernliedern ins neue Jahr.

Andrea Jörg eröffnet Konzertzyklus der Jütting-Stiftung 2014.

Am Sonntag, den 19. Januar, gibt die Sopranistin Andrea Jörg ein Konzert im Musikforum Katharinenkirche. Unter der Begleitung von Andrej Hovrin am Flügel singt sie Kunstlieder und Arien.

Bild: Andrea Jörg. Am Sonntag, den 19. Januar, gibt die Sopranistin Andrea Jörg ein Konzert im Musikforum Katharinenkirche. Unter der Begleitung von Andrej Hovrin am Flügel singt sie Kunstlieder und Arien.

Stendal. Die Jütting-Stiftung eröffnet ihre diesjährige Kammermusikreihe mit einem Gesangsabend. Am Sonntag, den 19. Januar, wird sich die Sopranistin Andrea Jörg mit einem Konzert im Musikforum Katharinenkirche für ein Stipendium in Höhe von 8.000 € bedanken. Unter der Begleitung von Andrej Hovrin am Flügel singt sie Kunstlieder und Arien. Jörg hatte bereits mehrfach Auftritte, etwa als Despina in „Cosi fan tutte” oder als Konstanze in der „Entführung aus dem Serail” von Wolfgang Amadeus Mozart. Derzeit ist sie am Städtischen Theater in Chemnitz als Tebaldo in der Oper „Don Carlos” von Giuseppe Verdi zu sehen.

Die Veranstaltung beginnt mit Liedern aus der Romantik. Von Franz Schubert erklingt „Der Schmetterling” (D. 633, op. 57, Nr. 1), der von Blüte zu Blüte eilt und nach dem Text von Friedrich Schlegel damit das Sinnbild eines unsteten Schürzenjägers verkörpert. Über schlechte Eigenschaften der Herrenwelt beklagt sich die Sopranstimme auch in „Die Männer sind mechant” (D. 866, op. 95). Robert Schumann (1810 – 18595) hat in seinem Liederkreis op. 39 zwölf Gedichte Joseph von Eichendorffs vertont. Der Zyklus entstand im künstlerisch sehr fruchtbaren „Liederjahr” 1840, in dem der Komponist die Hälfte seiner Werke in diesem Genre schuf. „In der Fremde” wird in Eichendorffs Lyrik zur Gitarre gesungen. Schumann ahmt dieses Instrument mit seiner arpeggierten Klavierbegleitung nach. In dem Lied tritt auch eine aufsteigende Quinte auf. Dieses Motiv symbolisiert die Hoffnung und wird im Liederkreis mehrfach wiederholt. In „Die Stille” geht es um unterdrückte, aber innerlich explodierende Liebe. Sie kommt in anfangs kurzen, gehauchten Noten zum Ausdruck, entfesselt sich dann aber in einem melodisch ausdrucksstarken Bogen. Mit „Mondnacht” folgt schlie├člich das wohl bekannteste Lied des Zyklus. Es stehen aber auch Stücke zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm, etwa der „Kirschdieb” aus The Hollywood Songbook von Hanns Eisler (1898 - 1962) oder die aus Zeichnungen und Sprechblasen von Comics bestehende „Stripsody” der US-amerikanischen Mezzosopranistin Cathy Berberian (1925 - 1983).

Nach der Pause wechselt Jörg ins Opern- und Operettenrepertoire. In „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht” aus My Fair Lady von Frederic Loewe (1901 – 1988) freut sich das Blumenmädchen Eliza Doolittle darüber, ihre kraftvoll-vulgäre Sprache abgelegt und unter der Anleitung des Philologen Higgins eine bürgerlich-gepflegte Ausdruckweise angenommen zu haben, die ihr den Zugang zur vornehmen Welt eröffnen soll. Ein weiteres Highlight ist die Arie „Ich bin die Christel von der Post” aus „Der Vogelhändler” von Carl Zeller (1842 – 1898). Diese Operette gehört aufgrund ihrer melodiösen, gefälligen und einschmeichelnden Musik zu den Werken ihrer Gattung, die sich seit der Uraufführung ununterbrochen im Repertoire deutschsprachiger Bühnen behauptet haben. Dazu zählt auch die „Die Fledermaus” von Johann Strauß Sohn (1825 – 1899), aus der „Mein Herr Marquis” zu hören ist. Arien aus La Bohéme von Giacomo Puccini (1858 – 1924) und dem „Tanz der Vampire” von Jim Steinman (*1947) runden den Abend ab.

Karten zu 5,00 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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