Mit dem Fagott vom Barock bis in die Moderne

Jütting-Stipendiat Alexander Rauch zu Gast in der Katharinenkirche.

Mit dem Fagott vom Barock bis in die Moderne. Jütting-Stipendiat Alexander Rauch zu Gast in der Katharinenkirche.

Bild: Mit dem Fagott vom Barock bis in die Moderne. Jütting-Stipendiat Alexander Rauch zu Gast in der Katharinenkirche.

Stendal. Alexander Rauch gastiert am Sonntag, den 2. März 2014, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche. Der junge Fagottist aus Lübeck hat ein Programm „vom deutschen und französischen Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik” angekündigt. Sergej Tcherepanov begleitet ihn am Flügel.

Zu Beginn ist die Sonate e-Moll für Fagott und Basso continuo von Georg Philipp Telemann (1681 - 1767) zu hören. Sie stammt aus den „Essercizi musici”. Der Kopfsatz ist ein kurzes, aber ausdrucksvolles Cantabile. Das Recitativo hat einen klangenden, an eine Kantate erinnernden Tonfall. Daran schließt sich ein inniges Arioso in der parallelen Tonart G-Dur an. Ein Vivace mit einem minuettartigen Rondo beschließt das Werk. Nach diesem Barockstück springt Rauch in die Neuzeit. Er spielt zunächst die dreisätzige Fantaisie pour Basson et piano von Eugène Bozza (1905 - 1991) und dann HOPI des Zeitgenossen Philippe Hersant (*1948), ein Hommage an den gleichnamigen Indianerstamm aus Colorado (USA). Darin wird ein Gesangsmotiv der Ureinwohner variiert.

Nach der Pause erklingt das Konzert in a-Moll für Fagott und Basso continuo von Antonio Vivaldi (1678 - 1741). Die Satzbezeichnungen sind Allegro (ma moderato), Larghetto und Allegro. Das Stück zeigt den rhythmischen Elan, die Melodiösität und den Sequenzenreichtum, die wir heute mit dem italienischen Komponisten verbinden. Zum Abschluss ist Musik Mitteldeutschland zu hören. Sie stammt von dem eher unbekannten Gustav Schreck (1849 - 1918), der Leipziger Thomaskantor war. Seine Sonate op. 9 für Fagott und Klavier lässt sich in die traditionellen Formen und Strukturen der romantischen instrumentalen Kompositionen und deren Tonsprache einreihen.

Alexander Rauch, geboren 1994, ist bei Karlsruhe aufgewachsen. Seit dem neunten Lebensjahr spielt er Fagott. Er ist mehrfacher Preisträger des Wettbewerbes Jugend musiziert in solistischer und kammermusikalischer Besetzung. Daneben sammelte er unter anderem in der Jugendakademie der Philharmonie Baden-Baden, im Projektorchester der Kammerphilharmonie Karlsruhe und im Landesjugendorchester Baden-Württemberg weitere musikalische Erfahrungen und nahm an Konzertreisen nach Ungarn, England, Italien, Frankreich und Polen teil. Im letzten Jahr erhielt Rauch ein Stipendium der Jütting-Stiftung über 5.000 €.

Karten für 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.



 
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