Lieder und Opernarien

Sopranistin Franziska Ringe beschließt Jütting-Konzertzyklus 2014

Sopranistin Franziska Ringe beschließt Jütting-Konzertzyklus 2014.

Bild: Sopranistin Franziska Ringe beschließt Jütting-Konzertzyklus 2014.

Stendal. Am Sonntag, den 23. November, geht der diesjährige Kammerkonzertzyklus der Jütting-Stiftung um 17 Uhr mit dem Auftritt der Sopranistin Franziska Ringe im Musikforum Katharinenkirche zu Ende. Christian Zimmer begleitet sie am Flügel.

Im ersten Teil der Veranstaltungen stehen romantische Lieder auf dem Programm. Von Schubert ist u.a. “Rastlose Liebe” zu hören, die Vertonung eines Goethe-Gedichts. Der Text entstand während eines Schneesturms im Mai 1776 und beschreibt das Verhältnis des Dichters zu Charlotte von Stein: eine Mischung aus Angst und Aufregung, Leid und Begeisterung, so widersprüchlich wie Schnee im Mai. Auch wenn der Schubert noch keine Liebesstürme erlebt hatte, als er das Lied im Alter von 17 Jahren komponierte, ist die Lyrik mit viel Mitgefühl musikalisch umgesetzt und gehört zu den zentralen Werken seines Oeuvres. In “Blinde Kuh” zeichnet Johannes Brahms das Bild einander fangender Kinder mit einer dauerhaften Bewegung von sechzehntel Noten am Klavier ein, während der Sänger zunächst die schleichenden Bewegungen des Häschers lautmalerisch nachahmt und zum Ende des Spiels aufschreit. Ebenfalls von Brahms ist die Vertonung des Gedichtes “Während des Regens” von August Kopisch. Aus dem Zyklus “Zigeunermelodien” von Antonín Dvořák kommen ferner mehrere Stücke zu Gehör, so etwa “Mein Lied ertönt, ein Liebespsalm”.

Nach der Pause wechselt Ringe ins Opernrepertoire. “Ach, ich fühl's, es ist verschwunden/ewig hin der Liebe Glück!” lässt Wolfgang Amadeus Mozart Pamina in der “Zauberflöte” klagen. “Nimmer kommt ihr, Wonnestunden/ meinem Herzen mehr zurück!” Doch in der Oper ist nicht nur Kummer ein Thema, sondern die ganze Palette der Gefühle. Um Verrat geht es in der Arie “Saper vorreste” aus Giuseppe Verdis Maskenball: Oscar verrät Renato, welches Kostüm sein Widersacher Riccardo trägt, der darauf von Renato niedergestochen wird. Gaetano Donizetti lässt Norina in seiner Oper Don Pasquale beim Lesen eines Romas ihr eigenes Temperament reflektieren (So anch’io la virt ù magica – Auch ich kenne deine magischen Tugenden). In Giacomo Puccinis ”La Bohème” macht die kokette Musetta Marcello in ihrer Arie “Quando me’n vo’” eifersüchtig.

Franziska Ringe ist Preisträgerin der Kammeroper Rheinsberg und des Bundeswettbewerbs “Jugend musiziert”. Sie arbeitete in Konzerten u.a. mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, dem Babelsberger Filmorchester sowie dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode zusammen. In Hildesheim, wo sie zunächst Kulturwissenschaften studierte, sang sie am Theater neben verschiedenen Chorpartien eine Brautjungfer in “Der Freischütz” und Barbarina in “Die Hochzeit des Figaro”. Seit Oktober 2012 studiert Ringe Gesang an der Hochschule für Musik Detmold. Als Mitglied des Opernstudios am Landestheater Detmold war sie bereits in den Rolle der Pepi Pleininger in der Operette “Wiener Blut”, als Gianetta in “L’elisir d’amore” und als Papagena in “Die Zauberflöte” zu hören. Im November 2013 erhielt sie ein Jütting-Stipendium in Höhe von 8.000 €.

Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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