Jütting-Abschlusskonzert 2015 mit Violinistin Alexandra Pop.

Die Geigerin Alexandra Pop beschließt am Sonntag, den 15 November 2015, um 17 Uhr den diesjährigen Kammerkonzertzyklus der Jütting-Stiftung im Musikforum Katharinenkirche.

Die Geigerin Alexandra Pop beschließt am Sonntag, den 15 November 2015, um 17 Uhr den diesjährigen Kammerkonzertzyklus der Jütting-Stiftung im Musikforum Katharinenkirche.

Stendal. Die Geigerin Alexandra Pop beschließt am Sonntag, den 15 November 2015, um 17 Uhr den diesjährigen Kammerkonzertzyklus der Jütting-Stiftung im Musikforum Katharinenkirche. Die gebürtige Gießenerin studierte zunächst in Frankfurt am Main; seit 2013 ist sie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar immatrikuliert. Sie besuchte Meisterkurse in Europa und Amerika, u.a bei Nora Chastain, Jamie Laredo, Prof. Ingolf Turban und Philip Setzer (Emerson String Quartet). Pop ist Landespreisträgerin bei “Jugend musiziert”. Im vergangenen Jahr erhielt sie ein Förderstipendium der Stiftung in Höhe von 5.000 Euro. Am Flügel begleitet sie Sebastian Ludwig.
Am Beginn des Programms stehen die Präludien op. 34 von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975). Pop spielt eine Bearbeitung von Dimitri Zyganow, die – so sagt die Künstlerin – “einen vergessen lässt, dass die Stücke im Original für Klavier solo sind. Die Präludien stellen eine Art Zäsur im Œvre des russischen Meisters dar. Seine Ära der wilden Experimente wie etwa in der Leningrader Symphonie war vorbei, Schostakowitsch unterwarf sich der verpflichtenden Tradition, die Bach begründet hat und später von Chopin, Rachmaninow, Skrjabin und Debussy gepflegt wurde: Klavierstücke in allen Tonarten. Jüdische Musik prägte das Spätwerk von Ernest Bloch (1880-1959). Dazu gehört auch das Stück “Baal Shem”, das dem Andenken von Rabbi Israel ben Eliezer dient, dem Begründer des Chassidismus. Daraus erklingt Nigun (Melodie). Vor der Pause ist schließlich noch die Chaconne aus der Partita d-moll (BWV 1004) von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu hören. In einem genial mehrschichtigen Variationensatz ist darin die ganze Geschichte dieses Genres zusammengefasst: die Tradition der Lauten- und Cembalochaconne französischer Provenienz, die italienische Ciaccona für eine oder zwei Violinen und Basso continuo, schließlich auch die deutsche Passacaglia für Violine solo.
Den zweiten Teil des Konzerts füllt die Sonate in A-Dur für Violine und Klavier von César Franck (1822-1890) aus. “Sie führt einen durch fast alle Gemütslagen, die sich musikalisch ausdrücken lassen, wobei am Schluss die Lebensfreude siegt” begründet Pop die Auswahl dieses Stücks. Die bedeutendste französische Violinsonate des fin de siècle folgt einem Motto, das sich durch alle Sätze zieht. Immer wieder findet man zarte Querverweise auf das Hauptthema des Kopfsatzes. Franck hat die Sonate dem Stargeiger Eugène Ysaie gewidmet, der sie im Dezember 1886 in Brüssel uraufführte und in dessen Konzertprogrammen sie rasch ihren Siegeszug um die Welt antrat.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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