Jütting-Stipendiaten konzertieren im Doppelpack

Sopranistin Scheurle und Posaunist Hahn zu Gast in der Katharinenkirche.

Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle

Stendal. Am Sonntag, den 24. April, findet um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche ein etwas ungewöhnliches Stipendiatenkonzert der Jütting-Stiftung statt. Anfangs ist nämlich die Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle, dann der Posaunist Norwin Hahn zu hören.
Scheurle studiert an der Bayerischen Theaterakademie August Everding Gesang und übernimmt bereits Rollen in der Oper, so demnächst in der “Arabischen Nacht”, einem zeitgenössischen Werk von Christian Jost. Die junge Sängerin ist mehrfache Preisträgerin beim Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” und hat Konzerterfahrung in Deutschland, österreich, Ungarn und den USA gesammelt. Auf ihrem Programm für Stendal stehen u.a. einen Auszug aus den Zigeunerliedern von Johannes Brahms. Der Zyklus stellt eine Vertonung ungarischer Gedichte dar. Er ist heute oft entgegen seiner ursprünglichen Bestimmung nicht solistisch, sondern in Chorbesetzung zu hören. Die Liedreihe ist das vokale Gegenstück zur Brahms‘ ungarischen Tänzen und verdankt seine Popularität dem Enthusiasmus für die nationalen Strömungen in der Musik des 19. Jahrhunderts, wobei in dieser Zeit der Begriff Zigeunermusik fälschlich weitgehend mit ungarischer Volksmusik gleichgesetzt wurde. Darüber hinaus bringt Scheurle die Arie des Ruggiero
Sopranistin Scheurle und Posaunist Hahn zu Gast in der Katharinenkirche.

Posaunist Norwin Hahn

“Sta nell' Ircana” aus der Oper Alcina von Georg Friedrich Händel, Cinq Mélodies de Venise von Gabriel Fauré und Arie der Rosina “Una voce poco fa” aus Gioachino Rossinis “Barbier von Sevilla” zu Gehör.
Nach der Pause präsentiert der Frankfurter Blechbläser Norwin Hahn sein Programm, das “die große Bandbreite der Posaunenliteratur wieder spiegelt”. Er eröffnet die zweite Konzerthälfte mit Choral, Kadenz und Fugato von Henri Dutilleux. Das dreigeteilte Stück verbindet auf elegante Art solistische und rhythmische Elemente miteinander. Mit Parable XVIII von Vincent Ludwig Persichetti folgt ein modernes Werk. Im anschließend zu hörenden Concerto for Alto Trombone von Georg Christoph Wagenseil kommt die Altposaune musikgeschichtlich erstmals als Soloinstrument mit eigener Ausdruckskraft zur Geltung. Mit der “Sonata Vox Gabrieli” von Stjepan Sulek beschließt Hahn seine Darbietung. Das Stück avancierte bald nach seiner Entstehung 1973 zum internationalen Gassenhauer und ist aus dem Repertoire von Posaunisten nicht mehr wegzudenken.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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