Stipendiatenkonzert am 18. September 2016

Am Sonntag, den 18. September, um 17:00 Uhr ist die Flötistin Friederike Vollert zu Gast im Musikforum Katharinenkirche.

Am Sonntag, den 18. September, um 17:00 Uhr ist die Flötistin Friederike Vollert zu Gast im Musikforum Katharinenkirche.

Stendal. Am Sonntag, den 18. September, um 17:00 Uhr ist die Flötistin Friederike Vollert zu Gast im Musikforum Katharinenkirche. Die Weimarer Stipendiatin der Jütting-Stiftung wird von Hans Christian Martin am Flügel begleitet. Auf dem Programm stehen überwiegend Werke der Alten Musik.
Zu Beginn erklingt die Sonate in F-Dur op. 5 Nr. 4 von Arcangelo Corelli (1653-1713). Sie gehört zu einer Sammlung von zwölf Stücken dieses Genres für Violine und Cembalo, die als das “geigerische Vermächtnis” des Komponisten gilt. Die vierteilige Satzfolge, die Spielweise, die kontrapunktischen Entwicklungen und die Verzierungen entsprachen dem modernsten Stand des Violinspiels. Die Stücke zeichnen sich durch eingängige Themen und den Verzicht auf technische Höchstanforderungen aus. Schon zu Lebzeiten erschienen in ganz Europa zahlreiche Nachdrucke und Bearbeitungen, auch in den Jahrzehnten danach riss die Flut der Bewunderer und Nachahmer nicht ab. Nach den “English Ayres” eines unbekannten Meisters folgt die Sonatina in a-moll TWV 41:a4 von Georg Philipp Telemann (1681-1767). Sie ist Teil der in drei “Produktionen” gegliederten Sammlung “musique de table”, die gleichzeitig Höhepunkt und eines der letzten Beispiele höfischer Tafelmusik ist. Den Abschluss des ersten Teils bildet eine Ciaccona des Wiener Hofkapellmeisters Antonio Bertali (1605-1669).
Nach der Pause geht es mit dem Stück Charavgi der zeitgenössischen Pianistin Calliope Tsoupaki (*1963) weiter. Ebenfalls eher unbekannt ist Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (1630-1670). Der Violinist diente zunächst bei der Prinzessin de Medicis in Innsbruck, gehörte später der Kapelle der Kathedrale von Messina (Sizilien) an, musste aber nach einem Mord an einem Kastraten nach Madrid fliehen. Drei Werke von Pandolfi sind erhalten, Vollert spielt die Sonate La Bernabea. Sie ist vermutlich dem römischen Organisten Ercole Bernabei gewidmet. Schließlich ist die Sonate in g-moll BWV 1034 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu hören. Sie ist ursprünglich für die Traversflöte entstanden, weil Bach Blockflöten in seiner Kammermusik (soweit diese erhalten ist) nicht eingesetzt hat.
Friederike Vollert, geboren 1993 in Nürnberg, studiert seit dem Wintersemester 2013/2014 Blockflöte bei Prof. Myriam Eichberger an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Zusätzliche Impulse durch Meisterkurse mit Dorothee Oberlinger, Han Tol, Maurice Steger, Paul Leenhouts und Jeremias Schwarzer ergänzen ihre Ausbildung. Konzerte im Bereich der Alten und Neuen Musik führten sie bis nach Österreich, Italien und Frankreich; vor allem konzertiert sie solistisch und kammermusikalisch im mitteldeutschen Raum. Vollert erhielt im November 2015 ein Förderstipendium der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
Seitenanfang