Klavierabend in Moll

Jütting-Stipendiat Maximilian Schairer zu Gast in der Katharinenkirche.

Jütting-Stipendiat Maximilian Schairer ist am 26. März zu Gast in der Katharinenkirche.

Stendal. Der Kammerkonzertzyklus der Jütting-Stiftung wird am Sonntag, den 26. März 2017, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche fortgesetzt. Diesmal ist der Pianist Maximilian Schairer aus München zu Gast. Er spielt Beethoven, Skrjabin und Chopin. Alle Stücke – vornehmlich Sonaten – haben eins gemeinsam: Es sind musikalische Highlights in Moll-Tonarten.
Schairer eröffnet seine Darbietung mit der Mondschein-Sonate in cis-Moll, op. 27,2 von Ludwig van Beethoven. Sie ist ein Stilexperiment, mit dem der Komponist eine neue Richtung einschlug. Er ließ sich vom Bild des am Klavier improvisierenden Tonschöpfers inspirieren. Elegische Eleganz im Kopfsatz und höchste Leidenschaftlichkeit im Finale haben der Sonate viel an romantisch gefärbtem Mythos eingetragen. Unverkennbare Parallelen dazu finden sich in der zweiten Klaviersonate gis-Moll op. 19 von Alexander Skrjabin. Auch hier die Bezeichnung „Fantaisie”, auch hier die Widmung an den Mond. Mit dem letzten Stück vor der Pause greift Schairer den Anfang seines Programms noch einmal auf. Die erst posthum veröffentlichte Fantaisie-Impromptu in cis-Moll, Op. 66, von Frédéric Chopins lehnt sich an Beethovens Mondscheinsonate an. Sie steht nicht nur in derselben Tonart, kurz nach Beginn der Melodie kommt es zu einem abrupten Auf- und Absteigen mit exakt den gleichen Noten wie in der Kadenz des dritten Satzes (Presto agitato) jenes Werks. Im zweiten Teil des Konzerts ist Chopins Klaviersonate h-Moll op. 58 zu hören.
Maximilian Schairer, Jahrgang 1997, begann seine Klavierausbildung an der Stuttgarter Musikschule. Er war bis zum Abitur Jungstudent an den Musikhochschulen Leipzig und Stuttgart. Gegenwärtig studiert er an der Hochschule für Musik und Theater München.
In Meisterkursen arbeitete er mit Robert Levin, Matti Raekallio und András Schiff. Weitere künstlerische Impulse erhält er von Ya-Fei Chuang, Christopher Elton, Martin Helmchen, Murray Perahia. »Mit Klangsinn und Verstand, verblüffende musikalische Intelligenz« beschreiben Kritiker den vielseitigen jungen Künstler, der von Steinway & Sons den Titel „Young Steinway Artist”, vom BR einen „BR-Klassik- Sonderpreis” erhielt, mehrfach mit ersten Preisen bei Festivals und Wettbewerben im In- und Ausland ausgezeichnet wurde.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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