Romantische und moderne Musik für das Cello

Der polnische Cellist Maciej Jan Kułakowski ist am Sonntag, den 23. April 2017, um 17 Uhr beim nächsten Kammerkonzert der Jütting-Stiftung zu hören.

Der polnische Cellist Maciej Jan Kułakowski ist am Sonntag, den 23. April 2017, um 17 Uhr beim nächsten Kammerkonzert der Jütting-Stiftung zu hören.

Stendal. Der polnische Cellist Maciej Jan Kułakowski ist am Sonntag, den 23. April 2017, um 17 Uhr beim nächsten Kammerkonzert der Jütting-Stiftung zu hören. Am Flügel begleitet ihn sein Vater Bogdan Kułakowski. Auf dem Programm stehen Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Die Darbietung startet mit dem Kopfsatz aus der Sonata Arpeggione von Franz Schubert. Diese Salonpièce ist ursprünglich für eine Bogen-Gitarre, eben für einen Arpeggione, geschrieben – ein heute vergessenes Instrument. Da die Sonate 1871 mit einer alternativen Streicherstimme für das Cello veröffentlicht wurde, ist sie erhalten geblieben. Ihr erster Satz erinnert an Schuberts „Unvollendete”. Vor der Pause stehen ferner das Lento aus der Sonate für Violoncello, opus 28, von Eugène Ysaÿe und das Adagio und Allegro von Robert Schumann auf dem Programm. Anschließend geht es mit dem Capriccio per Siegfried Palm von Krzysztof Penderecki weiter. „Dieses schwierige Stück stellt einen bedeutenden Einstieg in die Avantgarde-Bewegung und in den sonoristischen Stil dar”, erläutert Kułakowski. „ Es enthält einige interessante und innovative Methoden der Klangerzeugung (Klopfen auf den Corpus, Streichen über den Steg)”. Die Sonate für Violoncello und Klavier von Claude Debussy ist eine Reminiszenz an den französischen Barock und zugleich eine Huldigung an die Altmeister Jean-Philippe Rameau und François Couperin. Schließlich erklingen die Zigeunerweisen des Spaniers Pablo de Sarasate. Die einzigartige Technik dieses „Teufelsgeigers” begeisterte das Publikum vom ersten Auftreten an. Kein Wunder, dass er sich hochvirtuose Stücke auf den Leib schrieb. Die „Zigeunerweisen” in Form eines breit angelegten ungarischen Csárdás vereinigen alle Raffinessen des halsbrecherischen Saitenspiels.
Maciej Jan Kułakowski, Jahrgang 1996, studiert an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt und an der Akademie für Musik in Danzig bei Marcin Zdunik. Er ist bereits in vielen europäischen Ländern als Solist und Kammermusiker aufgetreten und spielte bereits zusammen mit Alfred Brendel, Arnold Steinhardt und Charles Neidich. Kułakowski gewann 2015 mit dem Klarinetten-Trio „Wiłkomirski” den ersten Preis beim VII. Internationalen Brahms-Kammermusikwettbewerb in Danzig und den zweiten Preis beim renommierten TONALi15 Musikwettbewerb in Hamburg. Der Jungmusiker erhielt diverse Stipendien in Polen, Deutschland und Liechtenstein. Er spielt ein Charles Gaillard-Cello (1867) von der Deutschen Stiftung Musikleben. Im letzten Jahr trat Kułakowski für die Jütting-Stiftung bereits mit dem „Dansk Trio” auf. Infolge seines neuen Stipendiums über 8.000 Euro ist er jetzt als Solist zu hören.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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