Mit der Klarinette in den Sommer

Das letzte Kammerkonzert der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause findet am Sonntag, den 21. Mai 2017, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche statt. Diesmal ist die Klarinettistin Tamara Steinmetz aus Weimar zu Gast. Anna Khomichko begleitet sie am Klavier.

Das letzte Kammerkonzert der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause findet am Sonntag, den 21. Mai 2017, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche statt. Diesmal ist die Klarinettistin Tamara Steinmetz aus Weimar zu Gast. Anna Khomichko begleitet sie am Klavier.

Stendal. Das letzte Kammerkonzert der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause findet am Sonntag, den 21. Mai 2017, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche statt. Diesmal ist die Klarinettistin Tamara Steinmetz aus Weimar zu Gast. Anna Khomichko begleitet sie am Klavier.
Mit Luigi Bassi (1833-1871) eröffnet die Stipendiatin ihr Programm. Der weitgehend unbekannte italienische Klarinettist schrieb 27 Stücke für sein Instrument, davon 15 Fantasien über Opern. Eines davon ist die Fantasia da Concerto su motivi del „RIGOLETTO” di Giuseppe Verdi. Anschließend erklingt die Sonate f-moll für Klavier und Klarinette, op.120,1, von Johannes Brahms (1833-1897). Sie entstanden 1894 für den Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld. Er war ursprünglich Geiger, hatte das Spiel auf dem Blasinstrument aber autodidaktisch so überzeugend gelernt, dass ihn nicht nur der Berliner Maler Adolf Menzel in einer Zeichnung mit der Muse Euterpe gleichsetzte, sondern auch Brahms seinen Entschluss überdachte, das Komponieren aufzugeben. Nach der Pause geht es ganz modern mit Sechs Bagatellen (Vogelrufen) von Jürg Baur (1918-2010) weiter, einem Musikprofessor am Düsseldorfer Konservatorium und später an der Musikhochschule Köln. Das vorletzte Instrumentalwerk von Francis Poulencs (1899-1963) beschließt die Vorstellung, die Sonate für Klarinette und Klavier. Sie gehört zu den Werken der Bläserkammermusik, mit denen Poulenc einen völlig neuen Stil französischer Musik etabliert hat: kess, großstädtisch, mit leichtem Sentiment, immer an romantischer Harmonik orientiert und doch dezent modern. In den Stücken reichen sich Romantik und Moderne, Neoklassizismus und französische Tradition die Hand.
Tamara Steinmetz (Jahrgang 1995) stammt aus Hermeskeil in Rheinland-Pfalz. Sie erlernte im Alter von 8 Jahren das Klarinettenspiel und studiert dieses Instrument seit 2014 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sie war Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert” und Mitglied sowohl im Landesjugendsinfonieorchester Saar als auch im Landesjugendblasorchester Rheinland-Pfalz. Als Substitutin spielte sie seit 2015 regelmäßig in der Jenaer Philharmonie. Im November 2016 erhielt sie ein Stipendium der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung Stendal.
Eintrittskarten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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