Querflöte und Klavier

Die Stipendiatin Natalia Karaszewska aus Berlin (Querflöte) hat mit ihrer Pianistin Dominika Kościelniak ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.

Die Stipendiatin Natalia Karaszewska aus Berlin (Querflöte) hat mit ihrer Pianistin Dominika Kościelniak ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. .

Stendal. Am Sonntag, den 25. März, um 17 Uhr findet das nächste Kammerkonzert der Jütting-Stiftung statt. Die Stipendiatin Natalia Karaszewska aus Berlin (Querflöte) hat mit ihrer Pianistin Dominika Kościelniak ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.
Mozart widmete seiner Mäzenatin Elisabeth Auguste von der Pfalz einen ganzen Zyklus von „Kurfürstin-Sonaten“. Die besonders innige und bewegende Sonate Nr. 21 in e-moll, KV 304, ursprünglich für Klavier und Violine gesetzt, entstand 1778 auf einer Reise nach Paris und spiegelt die Stimmung Mozarts nach dem Tode seiner Mutter wider. Eher unbekannt sind die Komponisten der folgenden zwei Werke: Fantasie für Flöte und Klavier von Philippe Gaubert (1879-1941), der in Paris Soloflötist und Dirigent an der Opéra und später Professor am Conservatoire war, sowie die Sequenza I per flauto, einer mehrstimmigen Musik für das Soloinstrument, von Luciano Berio (1925-2003). Zur Moderne gehört auch die Sonate für Flöte und Klavier von Francis Poulenc. Sie wurde 1956 dank ihrer Natürlichkeit und entwaffnenden melodischen Schönheit sofort ein Klassiker des Repertoires.
Nach der Pause geht es mit der Flötensonate in G Dur (Wq 133) von Carl Philipp Emanuel Bach weiter, der seit seiner Jugend über eine fruchtbare Periode am Hof Friedrich des Großen bis zu seiner Zeit in Hamburg Werke für das Modeinstrument des 18. Jahrhunderts schrieb. Wegen ihres beschaulichen Charakters und ihrer schlichten Form hat man die Drei Romanzen, op 94, von Robert Schumann als Rückzug des Komponisten in die biedermeierliche Idylle, ja geradezu als Flucht ins häusliche Glück vor den revolutionären Wirren der Jahre 1848 und 1849 verstanden. Tatsächlich aber kamen diese Stücke dem Interesse der demokratisch bewegten Öffentlichkeit an allgemein verständlicher Kunst nach. Mit Agrestide von Eugène Bozza und der Grand Polonaise, op.16, des heute fast vergessenen Allround-Genies Theobald Böhm geht die Darbietung zu Ende.
Natalia Karaszewska, geb. 1999 in Warschau, studiert seit 2015 Flöte bei Prof. Benoit Fromanger und bei Prof. Matthieu Gauci-Ancelin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie gewann mehr als sechzig Preise bei diversen internationalen Wettbewerben. Karaszewska hat bereits in bedeutenden Konzertsälen gespielt, wie in der Carnegie Hall in New York, dem Konzerthaus Berlin, dem St. John´s Smith Square in London, dem Herkulessaal in München, der Oper in Kiew, den Philharmonien in Warschau, Krakau, Kattowitz, Stettin und Breslau. Im November 2017 erhielt sie ein Stipendium der Jütting-Stiftung in Höhe von 8.000 €.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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