Deutsch-polnischer Arien- und Liederabend

Die Sopranistin Justyna Bluj aus Krakau präsentiert im Rahmen des nächsten Konzerts der Jütting-Stiftung am Sonntag, dem 29. April 2018, um 17.00 Uhr im Musikforum Katharinenkirche Arien und Lieder.

Die Sopranistin Justyna Bluj aus Krakau präsentiert im Rahmen des nächsten Konzerts der Jütting-Stiftung am Sonntag, dem 29. April 2018, um 17.00 Uhr im Musikforum Katharinenkirche Arien und Lieder.

Stendal. Dabei wird sie von Dominika Peszko am Flügel begleitet. Mit der Auswahl der Werke folgt Bluj dem Anliegen der Stifter, durch Musik zur Völkerverständigung zwischen Deutschen und Polen beizutragen. Denn während im ersten Teil der Veranstaltung vor allem Komponisten aus dem deutschen Sprachraum zu hören sind, ist der zweite Teil insbesondere dem Œvre polnischer Künstler gewidmet.
Aus dem Opernrepertoire singt die 23jährige Interpretin Arien aus Haydns „La vera Costanza“, aus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ sowie aus Glucks „Orpheus und Eurydike“. Es sind aber auch Lieder aus der Feder von Schubert (Heidenröslein), von Mendelsohn-Bartholdy (Andres Maienlied, Wenn sich zwei Herzen schneiden) und von Grieg zu hören, der zwar Norweger war, aber wohl nicht zuletzt wegen seines Studiums in Leipzig Texte von Goethe vertont hat (Zur Rosenzeit, Ein Traum).
Nach der Pause folgen Stücke polnischer Komponisten, die hierzulande eher unbekannt sind. So etwa Mieczysław Karłowicz, von dem die Lieder „Sprich mit mir“ und „Traurigkeit“ zu erklingen. Sein künstlerisches Erbe ist zwar überschaubar, gehört in Polen aber zum festen Bestandteil der nationalen Musiktradition. Oder Ignacy Jan Paderewski, ein um die vorletzte Jahrhundertwende bekannter Pianist, der 1919 immerhin zum ersten Ministerpräsident des soeben unabhängig gewordenen Polens berufen wurde. Er schrieb u.a. die Lieder „Mir flossen Tränen“ und „Über dem Wasser“, die auf dem Programm stehen. Mittel- und osteuropäische Musik von Chopin, Tschaikowsky und Dvorak runden den zweiten Teil des Abends ab.
Justyna Bluj wurde 1995 in Premissel (Polen) geboren. Im Moment beginnt sie ihr letztes Studienjahr an der Musikakademie in Krakau in der Klasse von Dr. hab. Olga Popowicz. Seit Juni 2016 ist sie Mitglied der Opernakademie der Polnischen Oper in Warschau, wo sie sich durch den Unterricht von Eytan Pessen, Matthias Rexroth, Izabella Kłosińska und Olga Pasiecznik weiterentwickelt. Zudem hat sie an den Meisterkursen von Paul Plummer, Hedwig Fassbender, Arabella Cortesi, Neil Shicoff, Ewa Podleś, Ryszard Karczykowski, Piotr Beczała und Stefania Toczyska teilgenommen.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.



 
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