Voksstimme vom 23.Februar 2016

Musikalisches Duo überzeugt mit Harry-Potter-Melodie
Die Jütting-Stiftung vergab zum 20. Mal Musikpreis an junge Talente.


Jütting-Stiftung vergab zum 20. Mal Musikpreis an junge Talente.

Die Jütting-Stiftung vergab zum 20. Mal Musikpreis an junge Talente.
Bild links: Marlin Flagmansky aus Staßfurt wurde belobigt. Er spielte Franz Schubert und Ion Scarlatescu.
Bild rechts: Michael Nagel aus Merseburg freute sich über sein gelungenes Spiel.
Fotos: Claudia Klupsch

Von Claudia Klupsch
• Stendal • Rund 20 begabte Musiker zwischen 8 und 18 Jahren rangen am Wochenende um den Musikschulpreis der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung. “Nur die Besten des Landes reisen zu uns nach Stendal”, weiß Organisator Michael Hentschel. “Denn die Anforderungen sind sehr hoch und an die Voraussetzungen für den Bundeswettbewerb ,Jugend musiziert‘ angelehnt.”
Bereits zum 20. Mal hatte die Jütting-Stiftung zum Leistungsvergleich zwischen Schülern der kommunalen Musikschulen Sachsen-Anhalts eingeladen. Für die begehrten Auszeichnungen der Sieger sowie für Belobigungen standen insgesamt 3600 Euro Preisgeld zur Verfügung. Aus verschiedenen musikgeschichtlichen Epochen, etwa aus Barock, Romantik, Klassik und Moderne hatten die als Duo oder Solokünstler auftretenden jungen Musiker Stücke vorzutragen. Die Besten der Besten musizierten in der Endrunde am Sonntag im Musikforum Katharinenkirche. Hentschel schwärmt von einem unglaublich hohen Niveau, das Jury und natürlich auch das Publikum (vornehmlich aus Familienangehörigen) begeisterte.
Luzie Küster ließ einen kräftigen, klaren Trompetenklang hören. Sie wurde von Elias Glootz am Flügel begleitet. Das Duo aus der Musikschule Salzlandkreis in Staßfurt interpretierte präzise aufeinander eingespielt die Sonate Nr. 1, Andantino von James Hook und ein Stück des russischen Komponisten Boris Assafjew. Die vier Juroren – Lehrer an Musikschulen und Musikgymnasien in Berlin und Weimar – zeichneten sie mit dem ersten Preis aus.

Viel Schwung mit fröhlichen Froschsprüngen

Clara Johanna Projahn vom Konservatorium Magdeburg beeindruckte am Flügel mit ihrem konzentrierten und gefühlvollen Spiel der Sonate Es-Dur, Allegro von Joseph Haydn und dem Rondo Capriccioso op. 14 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie teilte sich den zweiten Preis mit dem Duo Franz Karl Scholl (Klavier) und Christina-Marie Nöldge (Klarinette) aus Magdeburg und Wolmirstedt, deren vier Interpretationen unterschiedlichster Epochen und Komponisten beindruckten. Ihre Freude an Musik und Zusammenspiel war deutlich hörbar, besonders als sie Nicolas Hoopers Harry-Potter-Fireworks-Melodie erklingen ließen. Michael Nagel aus Merseburg ließ bei seinem Auftritt keinen Zweifel daran, wie groß seine Leidenschaft für die Musik ist. Er freute sich mit dem Publikum über die von ihm am Flügel wohlklingend zu Gehör gebrachten Kompositionen, unter anderem von Johann Sebastian Bach und Sergej Prokofjew. Auch Nagel erhielt einen zweiten Preis.
Dritte Preise gingen an Antonia Jacob und Henriette Kotzur aus Sangerhausen, die im Klavier-Klarinette-Duett mit Colin Cowles “Fröhliche Froschsprünge” für beschwingte Klänge sorgten sowie an Rebecca Scholla aus Staßfurt, die mit Bach und Beethoven ihr Können am Klavier unter Beweis stellte.
Leider mussten Eunike Edler und Marie Sibbel aus der Stendaler Musik- und Kunstschule, die die Bestenrunde erreicht hatten, aufgrund von Erkrankung passen. Schade.



 
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