Volksstimme vom 06. März 2017

Osterburgerinnen bekommen den dritten Platz. 21. Musikschulpreis der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung / Zwei Jurymitglieder verabschiedet

Von Thomas Pusch

Gelobte, Geehrte und Jurymitglieder vereint auf der Bühne des Musikforums Katharinenkirche. Mit dabei auch Stendals Musikschulleiterin Maike Schymalla (5. von rechts).
Foto: Thomas Pusch

Fast eine Stunde mussten die jungen Musikerinnen und Musiker am Sonntagmittag warten, bevor die Entscheidung fiel. Um 12.10 Uhr hatte sich die Jury des 21. Musikschulpreises der Hans- und-Eugenia-Jütting-Stiftung zur Beratung zurückgezogen. Zuvor hatten zahlreiche Nachwuchstalente im Musikforum Katharinenkirche ihre Stücke zu Gehör gebracht, mit denen sie auch beim Wettbewerb „Jugend musiziert” antreten werden. „Der ist in zwei Wochen, und hier besteht noch einmal eine gute Gelegenheit, sich auf der Bühne zu zeigen”, sagte Maike Schymalla, Leiterin der Stendaler Musik- und Kunstschule.
Die Pause nutzte ihr Vorgänger und stellvertretender Vorsitzender der Jütting-Stiftung, Michael Hentschel, für ein paar nachdenkliche Worte gegenüber der Volksstimme. „21 Jahre sind eine lange Zeit, aber solch ein Wettbewerb lebt vor allem davon, dass die Jury auf dem aktuellen Stand ist, was und wie gelehrt wird”, sagte er. So sei es Zeit für einen Generationswechsel, und die beiden Jurymitglieder Hella Walter und Diethelm Kühn würden nun verabschiedet. „Es ist mir nicht leichtgefallen, ihnen das anzukündigen” räumte Hentschel ein. Die beiden verbliebenen Jurymitglieder Johannes Kittel und Alexander Suchlich sollen nun mit Maike Schymalla nach neuen Bewertern suchen. Die sagte um kurz nach 13 Uhr: „Der weiße Rauch ist kurz davor aufzusteigen”. Der Wettbewerb mag nicht bedeutend sein wie eine Papstwahl, so spannend war er allemal.
Die Jury hat die Möglichkeit, mehrere Belobigungen auszusprechen, mehrfach dritte, zweite und erste Preise zu verteilen. Einziger altmärkischer Vertreter war das Blockflöten-Duo Finja Günther und Hanna Mathilda Bergmann aus Osterburg, die die Musik- und Kunstschule Stendal besuchen. Sie bekamen einen dritten Preis. Mit neun Jahren war Hanna Mathilda auch jüngste Teilnehmerin. Die ersten Plätze wurden am Nachmittag vergeben: an Michael Nagel (Klavier) von der Kreismusikschule Merseburg, an Laetitia Hippe (Gesang) von der Musikschule Dessau und am Loisa Carolin Timm (Klavier) von der Kreismusikschule Börde. Bei der Verabschiedung von den scheidenden Jurymitgliedern lobte Hentschel noch einmal deren musikalische Einfühlsamkeit und Menschlichkeit. Man merkte ihm an, dass er sich angenehmere Momente vorstellen kann.



 
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