Volksstimme vom 29. Mai 2018

Jahresversammlung des Kuratoriums der Jütting-Stiftung

Von Thomas Pusch Stendal • Im kommenden Jahr will die Jütting-Stiftung 50.000 Euro für akademische Stipendien, 54.000 Euro für musikalische Stipendien und 4.500 Euro für den Musikschulpreis ausgeben. Der Stiftung geht es finanziell sehr gut. Das stellte Günter Dufey am Montag während einer Pressekonferenz zum Abschluss der Jahresversammlung des Kuratoriums der Stiftung fest. Er ist nicht nur Mitglied des Kuratoriums, das je zur Hälfte aus Wirtschaftsprofessoren aus dem nordamerikanischen Bereich und aus Stendaler Bürgern, besteht, sondern gehört auch dem Finanzbeirat an. Herausforderung sei, dass das Geld laut Stiftungssatzung in Nordamerika angelegt werden soll, es gebe aber einen steten Zuwachs des Vermögens und auch des Ertrages. 25 Prozent der Dividende würden auch sofort wieder ins Stiftungsvermögen übertragen.
Das kommt durch die Stipendien jungen Musikern und jungen Akademikern anderer Fakultäten aus Deutschland und Polen zugute. Heinz-Erhard Woltert, Vorstandsvorsitzender der Siftung, sagte, dass es für die musikalischen Stipendien immer genügend Bewerber gegeben habe. „An den deutschen und polnischen Hochschulen werden die be-worben, da sind wir bekannt", sagte er. Seit 15 Jahren werde an Schulen zudem das akademische Stipendium beworben.

Förderung junger Ärzte ist ein Auslaufmodell
Einer der Höhepunkte aus der musikalischen Förderung ist auch in diesem Jahr die Kammermusikreihe in der Katharinenkirche, die junge Künstler aus Polen und Deutschland gestalten in den Fächern Klavier, Gesang, Violine, Holzbläser-Trio, Horn und Gitarre.
Trennen will sich die Stiftung von der Unterstützung junger Ärzte in Deutschland. „Kein Chefarzt lässt seinen Arzt für sechs Monate weg, wenn er dafür keinen Ersatz bekommt", hat Woltert festgestellt. Ein anderes großes Projekt hat die Jütting-Stiftung aber nach wie vor im Auge: einen neuen Konzertflügel für die Katharinenkirche. Der aktuelle wurde Mitte der 80er Jahre von Hans Jütting gestiftet. Mit über 30 Jahren hat er ein gutes Lebensziel erreicht. Ein neuer Flügel wird mit etwa 125 OOO Euro zu Buche schlagen. 2020 soll er angeschafft werden, bis dahin legt die Stiftung regel-mäßig Geld zurück. „Das wird dann eine Auftragsarbeit, die etwa ein halbes Jahr braucht", sagte Woltert. So einen Flügel könne man schließlich nicht „einfach so in der Musikalienhandlung nebenan besorgen", meinte er schmunzelnd.
Auch Personalien standen auf der Tagesordnung der Jah-resversammlung. Dagmar Stolzenhain und Joachim Franke wurden für drei Jahre in den Wissenschaftsbeirat gewählt, ebenfalls für drei Jahre wurden Günter Dufey und Rolf Mirus in den Finanzbeirat berufen.
Zum Abschluss gab es gestern Mittag noch ein altmärkisches Essen.



 
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