Von Kanada aus rufen Eugenia und Hans Jütting bereits 1937 eine gemeinnützige Stiftung ins Leben, die ihren Sitz zunächst in der Schweiz nimmt. Kriegs- und Nachkriegszeit verhindern, dass sich die Stiftungsziele sofort entfalten können, lassen aber völkerverbindende Ideen – wie die der Musik – wichtiger denn je erscheinen. In den 1980er Jahren hilft die Stiftung der Musikakademie Krakau und der Universität Göttingen. In Krakau wird 1987 der erste Nachwuchswettbewerb für Klavier und Violine ausgetragen. Ein weiterer Wettbewerb folgt 1992 im westfälischen Detmold.

Das Musikforum Katharinenkirche in Stendal

Bild: Das Stendaler Musikforum Katharinenkirche.

In seiner alten Heimatstadt Stendal unterstützt Hans Jütting das Johanniter-Krankenhaus, weil ihm die medizinische Versorgung der Menschen am Herzen liegt.

Seit Mitte der achtziger Jahre gilt das besondere Augenmerk des Ehepaares Jütting der Stendaler Katharinenkirche. Bis zur Wiedereröffnung als Musikforum der Stadt Stendal vergehen Jahre, die einen unermüdlichen Einsatz von Hans Jütting, besonders gegenüber den DDR-Behörden erfordern.

Ab 1990 werden die Geschäfte der Stiftung in Baden-Baden – vorübergehend in der Rechtsform eines Vereines – geführt. Unzufriedenheit mit der Geschäftsführung veranlassen die beiden Stifter, die juristische Verfassung zu ändern und ihren Sitz zu verlegen: 1994 wird die Stiftung mit dem Namen "Hans und Eugenia Jütting-Stiftung" mit Sitz in Stendal eingetragen. Die Stifter möchten dadurch sicherstellen, dass die Erträge des Stiftungskapitals ausschließlich dem Stiftungszweck zufließen.

Die Katharinenkirche und die mit ihr verbundenen Gebäude des jetzigen Altmärkischen Museums erhalten auch weiterhin Unterstützung durch die Stiftung: 1997 – 1999 können durch ein zinsloses Darlehen dringend notwendige Sanierungsarbeiten und Umbauten durchgeführt werden. Im Juli 1999 tritt eine neue, grundlegend überarbeitete Satzung in Kraft, die die Stiftungsziele konkretisiert. Anlässlich eines Festkonzerts zum 20jährigen Bestehen im Mai 2014 würdigte der Präident des Deutschen Musikrats, Dr. Martin Maria Krüger, das Engagement der Stiftung für die Nachwuchsförderung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Stiftung ca. 1,2 Mill. Euro an ihre Stipendiaten auszahlen können.


 
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