Hans und Eugenia Jütting Stiftung

Pressemitteilung


Mit Querflöte und Klavier ins neue Jahr

Stendal. Am 28. Januar um 17 Uhr eröffnet die Flötistin Katharina Martini aus Frankfurt/Main im Musikforum Katharinenkirche den Konzertzyklus 2018 der Jütting-Stiftung. Am Flügel begleitet sie Jinju Oh.
Das Programm beginnt mit der Sonate für Flöte und Klavier, BWV 1030, von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Sie stammt vermutlich aus der Zeit, in der Bach Thomaskantor war. In Leipzig hatte er nämlich Umgang mit einer ganzen Reihe von virtuosen Flötisten. Die Sonate wirkt wie ein Kompendium spätbarocker Kompositionskunst. In weniger als 20 Minuten Musik sind darin alle Hauptformen seiner Zeit zusammengefasst: Concerto und Sonata im ersten, Opernarie, Fuge und Suite im zweiten und dritten Satz. Mit Syrinx für Flöte solo von Claude Debussy (1862 – 1918) macht Martini dann einen großen Sprung in die Moderne. Darin vertont der Komponist einen antiken Mythos. Der Waldgott Pan verliebt sich in Syrinx. Doch sie entzieht sich ihm, indem Diana sie zu Schilf verwandelt. Aus den Rohren dieses Schilfs setzte der trauernde Gott seine Flöte zusammen (die sprichwörtliche &rbquo;Panflöte”) und begann, ein Trauerlied für Syrinx zu blasen. Das Flötensolo diente ursprünglich als Schauspielmusik zu einem zeitgenössischen Drama, hat sich aber längst als Klassiker des Flötenrepertoires verselbständigt. Vor der Pause ist dann noch das Andante C-Dur KV 315 für Flöte und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) zu hören.

Katharina Martini

Katharina Martini

Nach der Pause geht es mit „One Summary” weiter, das John Psathas dem portugiesischen Star-Schlagzeuger Pedro Carneiro auf den Leib schrieb, der es beim Rhythm-Sticks-Festival in London 2005 erstmalig aufführte. Erwähnenswert ist auch das fulminante Trommlerstück „Asventuras” des früheren Jütting-Stipendiaten Alexej Gerassimez. Mit dem Satz „Broken Silence” aus Mark Glentworths Vibraphon Suite Nr. 1 klingt die Darbietung aus.
Mit sieben Jahren bekam Alexander Schuchert seinen ersten Schlagzeugunterricht. Nach dem Besuch des Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar studiert er seit 2014 bei Prof. Markus Leoson an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Er erzielte mehrfach Preise auf Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend musiziert”. Schuchert nahm an Meisterkursen bei Emmanuel Sejourné und Peter Sadlo teil und konzertierte bereits in China, Spanien, Belgien und Israel. Er wird von der Jütting-Stiftung mit 8.000 € gefördert, ist aber auch Stipendiat der „Live-Music-Now-Stiftung e.V.”
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.