Hans und Eugenia Jütting Stiftung

Pressemitteilung


Violinistin Johanna Müller spielt im Musikforum Katharinenkirche

Stendal. Am Sonntag, den 19. Mai 2019, um 17 Uhr findet das letzte Kammerkonzert der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause statt. Diesmal ist die Geigerin Johanna Müller aus Berlin zu Gast. Sie hat ein Programm mit Werken aus der Klassik bis in die Moderne vorbereitet. Wolfgang Kühnl begleitet sie am Flügel.
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine Sonate für Klavier und Violine in C-Dur, KV 296, in Mannheim. Sie ist ganz im brillanten und affektierten Stil gehalten, der für die damals pfälzische Musenresidenz typisch war. Das Stück entstand im März 1778 zum Abschied von der Klavierschülerin Therese Pierron. Mozart veröffentlichte die Sonate aber erst 1782 in Wien, nunmehr mit einer Widmung für die dortige Schülerin Josepha Auernhammer. Die beiden Mädchen haben davon nie erfahren. Zumindest in musikalischer Hinsicht knüpfte Ludwig van Beethoven an sein Vorbild Mozart an: In seiner Sonate für Violine und Klavier in D-Dur, op. 12 Nr. 1, hat die Geige nicht nur begleitende Funktion, sondern ist gleichberechtigter Partner neben dem Klavier. Beide Instrumente führen einen Dialog und greifen dabei auf neue Stilmittel wie Synkopen, eigenwillige Modulationen und Rhythmen zurück. Ganz modern ist dann das Stück „Subito“, das von Withold Lutoslawski 1992 für einen internationalen Geigenwettbewerb in Indianapolis (USA) schrieb.

Die Geigerin Johanna Müller aus Berlin

Am Sonntag, den 19. Mai 2019, um 17 Uhr findet das letzte Kammerkonzert der Jütting-Stiftung vor der Sommerpause statt. Diesmal ist die Geigerin Johanna Müller aus Berlin zu Gast. Sie hat ein Programm mit Werken aus der Klassik bis in die Moderne vorbereitet. Wolfgang Kühnl begleitet sie am Flügel.

Nach der Pause erklingt die Sonate für Violine solo, op. 27, Nr. 2, des belgischen Violinisten und Komponisten Eugène Ysaÿe. Er begründete seinen lebzeitigen Ruhm u.a. mit Poème - einem Werk, das er bei Ernest Chausson in Auftrag gegeben hatte und das Müller deshalb gleich im Anschluss spielt. Mit Peter Tschaikowskys valse scherzo, op 34, endet das Programm. Der Walzer war für seinen Geigenschüler Josef Kotek bestimmt, der auch maßgeblich an der Korrektur des Autographen mitwirkte.
Johanna Müller, Jahrgang 1997, stammt aus Halle/Saale. Dort erhielt sie mit 5 Jahren ihren ersten Geigenunterricht am Konservatorium „Georg Friedrich Händel“, von 2013 bis 2017 war sie Schülerin am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar. Seit September 2017 studiert sie an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Nora Chastain. Mit 7 Jahren gab Müller ihre ersten öffentlichen Konzerte; im Alter von 10 Jahren debütierte sie mit der Magdeburger Philharmonie. Es folgten Auszeichnungen und erste Preise u.a. beim bundesweiten Carl-Schroeder-Wettbewerb, der „Neuen Liszt Stiftung Weimar“, beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Violine solo sowie beim „Rust-Preis“. Johanna Müller ist Stipendiatin der Hans und Eugenia Jütting Stiftung sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.