Hans und Eugenia Jütting Stiftung

Pressemitteilung


Streifzug durch die europäische Violinmusik.

Stendal. Die Geigerin Judyta Kluza aus Warschau unternimmt am Sonntag, den 20. Oktober, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche einen Streifzug durch die europäische Geigenmusik aller Stilrichtungen. Das Programm enthält Werke vom deutschen Barock über die französische Romantik bis in die polnische Moderne. Piotr Loranc begleitet die Stipendiatin der Jütting-Stiftung am Flügel.
Zu Beginn der Darbietung steht die zweite Sonate für Geige solo in A-Moll, BWV 1003, von Johann Sebastian Bach. Ihrem Kopfsatz, einem nach dem Vorbild Corellis stark verzierten Grave, folgt eine konzertante Fuge. Das Andante ist eine idyllische Aria, im Finale kommt es zu einer breitflächigen Umschreibung des Grundtons. Mit der Caprice Nr. 24 in A-Moll des „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini wagt sich Kluza an eines der technisch anspruchsvollsten Stücke, die für die Solovioline geschrieben worden sind. Camille Saint-Saëns war ein Meister der Belle Époque, jener Zeit des Aufbruchs zu neuer Lebenslust, die in Frankreich ausgerechnet nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen und nach dem Ende des Zweiten Kaiserreichs 1871 anbrach. Den leichtlebigen Charme und pikanten Tanzrhythmus der Opéra-bouffe steckt auch in seiner Introduction et Rondo Capriccioso, op. 28. Nach der Pause geht es mit der Sonate für Violine und Klavier in G-Dur von Maurice Ravel weiter. Sie hebt sich von den üblichen Kompositionen dieses Genres ab. Das Stück ist kein Dialog der beiden Instrumente, sondern betont deren klangliche Eigenständigkeit. Bemerkenswert ist auch die Satzfolge.

Judyta Kluza

Die Geigerin Judyta Kluza aus Warschau unternimmt am Sonntag, den 20. Oktober, um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche einen Streifzug durch die europäische Geigenmusik aller Stilrichtungen. Das Programm enthält Werke vom deutschen Barock über die französische Romantik bis in die polnische Moderne. Piotr Loranc begleitet die Stipendiatin der Jütting-Stiftung am Flügel.

Auf ein Allegretto von neobarocker Kühle folgen ein Blues und ein Perpetuum mobile als Finale. Mit einem Tanz aus dem Ballet „Harnaisie“ ihres Landsmanns Karol Szymanowski beschließt Kluza das Programm. In dem Tanz- und Bühnenstück geht es um den Diebstahl einer Braut durch den Räuber Harnas. Die Musik ist von der Folklore der Hohen Tatra geprägt.
Judyta Kluza, geboren 1996 in Warschau, studiert an der Fryderyk Chopin Universität für Musik in Warschau in der Geigenklasse von Janusz Wawrowski und an der Scuola di Musica di Fiesole in der Klasse von Prof. Yair Kless. Sie ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Violinwettbewerbe, trat bereits als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf und ist Mitglied in drei Kammermusikvereinigungen. Kluza spielt eine Geige aus dem Jahr 1743, hergestellt von der venezianischen Firma Sanctus Serafin, eine Leihgabe ihres Professors Wawrowski. Im November 2018 erhielt sie ein Jütting-Förderstipendium in Höhe von 5.000 €.
Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.