Hans und Eugenia Jütting Stiftung

Pressemitteilung


30. August 2020: Laura Schlappa aus Detmold wird die Schuke-Orgel im Rahmen der Stendaler Sommermusik am Dom St. Nikolaus erklingen lassen

Stendal. Die Jütting-Stiftung nimmt am 30. August 2020 um 17 Uhr nach der Unterbrechung durch die Corona-Pandemie ihre Konzertreihe wieder auf. Die Stipendiatin Laura Schlappa aus Detmold wird die Schuke-Orgel im Rahmen der Stendaler Sommermusik am Dom St. Nikolaus erklingen lassen. Das Programm beginnt mit der Toccata d-moll von Dietrich Buxtehude (1637-1707). Ihr Eröffnungsteil weist alle Kennzeichen des deutschen Stylus phantasticus auf: Schwungvolle Skalen, ein Pedalsolo, Figuren zur Verzierung der Akkordfolgen und ein kurzes Fugato. Buxtehude wird maßgeblicher Einfluss auf Johann Sebastian Bach (1685-1750) zugeschrieben, auf den eine Choralbearbeitung zum Kirchenlied „Vater unser im Himmelreich“ zurückgeht. Es stammt von Martin Luther und ist bis heute im Evangelischen Gesangbuch zu finden. Vom Thomaskantor sind zudem Präludium und Fuge D-Dur, BWV 532, zu hören. Es dokumentiert Bachs Fähigkeit, formale und tonsprachliche Einflüsse verschiedenster Herkunft – in diesem Falle etwa aus der norddeutschen Orgelschule, der französischen Musik und der Corelli-Ära Italiens – zu einer neuen musikalischen Individualität zu verbinden. Eine Hommage und zugleich Reminiszenz an den Meister der Barockmusik sind Präludium und Fuge über die Notenfolge B-A-C-H von Franz Liszt (1811-1886). Schlappa macht dann einen Schwenk nach Frankreich. Charles-Marie Widor (1844-1937) war Organist an der Kirche St. Sulpice in Paris. Die Premiere seiner Symphonie Nr. 6 fand 1878 aus Anlass der dortigen Weltausstellung statt. In den dicht gearbeiteten, monumentalen Ecksätzen, den expressiven langsamen Sätzen und einem effektvoll-brillanten Intermezzo schöpft Widor die Möglichkeiten des Instruments voll aus. Auch Jean Guillou (1930-2019) war Pariser Organist, an der Pfarrkirche St. Eustache. Sein am häufigsten gespieltes Stück, die Toccata für Orgel, Opus 9, ist um drei Themen zentriert, deren individueller Charakter eine progressive Spannungserhöhung bewirkt.

Laura Schlappa wurde im Juli 2000 in Cuxhaven geboren und begann ihre musikalische Ausbildung im vierten Lebensjahr mit dem Klavier. Im Alter von 14 Jahren kam das Orgelspiel hinzu. Im Herbst 2016 wurde Schlappa als Jungstudentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover aufgenommen. Seit Oktober 2018 studiert sie Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold in der Orgelklasse von Prof. Dr. Martin Sander und im Fach Klavier bei Prof. Jacob Leuschner. Schlappa nahm an mehreren Meisterkursen teil. Sie ist Preisträgerin zahlreicher europäischer Wettbewerber und verfügt bereits über Konzerterfahrung. Die Jütting-Stiftung fördert sie mit einem Stipendium über 5.000 €.

Karten zu 5 € (ermäßigt: 2,50 €; Schüler/Studierende: 0,50 €) sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Die Jütting-Stiftung nimmt am 30. August 2020 um 17 Uhr nach der Unterbrechung durch die Corona-Pandemie ihre Konzertreihe wieder auf. Die Stipendiatin Laura Schlappa aus Detmold wird die Schuke-Orgel im Rahmen der Stendaler Sommermusik am Dom St. Nikolaus erklingen lassen.

Die Jütting-Stiftung nimmt am 30. August 2020 um 17 Uhr nach der Unterbrechung durch die Corona-Pandemie ihre Konzertreihe wieder auf. Die Stipendiatin Laura Schlappa aus Detmold wird die Schuke-Orgel im Rahmen der Stendaler Sommermusik am Dom St. Nikolaus erklingen lassen.