Hans und Eugenia Jütting Stiftung

Pressemitteilung


Das Münchner Klavier-Duo Roch/Ambarzumjan spielt am 11. Oktober vierhändig auf zwei Flügeln.

Stendal. Am Sonntag, den 11. Oktober 2020, präsentiert die Jütting-Stiftung das Münchner Pianisten-Duo Hamlet Ambarzumjan und Emanuel Roch. Sie hat neben dem vom ihr gestifteten Flügel ein weiteres Instrument angemietet, damit die beiden Nachwuchsmusiker ihr vierhändiges Programm spielen können. Da wegen der Corona-Pandemie Abstände eingehalten werden müssen und das Musikforum nur mit 48 Personen besetzt werden darf, ist das Konzert gleich zweimal zu hören – um 15 und um 17 Uhr.
Karten zu 5 € gibt’s nur dienstags bis freitags von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr im Vorverkauf an der Kasse des Altmärkischen Museums (Schadewachten 48).
Zu Beginn erklingt die Sonate für zwei Klaviere von Wolfgang A. Mozart (KV 448), die drei Genres vermischt: Die Sinfonie, weil die Klangfülle der beiden Instrumente ein Satzbild aus Streichern und Bläsern imitiert. Das Doppelkonzert, weil sich die Pianisten im virtuosen Schlagabtausch üben. Und die Kammermusik, an die der intim wirkende Mittelsatz erinnert.

Münchner Klavier-Duo Roch/Ambarzumjan

Am 11. Oktober 2020 findet in der Stendaler Katharinenkirche ein spektakuläres Stipendiatenkonzert der Jütting-Stiftung mit dem Münchner Klavier-Duo Roch/Ambarzumjan statt. Die jungen Künstler spielen ihr Programm vierhändig auf zwei Flügeln. .

Kein anderer großer Komponist hat mehr Werke für vierhändiges Klavierspiel als Franz Schubert hinterlassen. Von ihm stammt das Allegro in a-Moll (D 947). Es ist der monumentalste Sonatensatz für ein Duo, den wir kennen, ein stürmisch beginnendes, fast grimmiges Stück, dem der Verleger später den reißerischen Titel „Lebensstürme“ gab. Der weitgehend unbekannte Russe Anton Arensky war ein Freund von Tschaikowsky und der Lehrer von Skrjabin und Rachmaninoff. Von ihm wird die Suite für 2 Klaviere op.15 zu hören sein, bevor das Konzert mit der berühmten “Scaramouche” von Darius Milhaud ausklingt. Der Südfranzose gehörte zur frechen Künstlergruppe “Groupe des Six“, die den Aufbruch zu einer Musik des Alltags, der kleinen Formen und prosaischen Gesten propagierte. Milhaud erhielt 1937 den Auftrag für ein vierhändiges Klavierstück, den er mit wenig Impetus anging. Er adaptierte lustlos seine Bühnenmusik für den „Médicin volant“ von Molière – und schuf damit eines seiner populärsten Werke.